Ein Leitfaden für Erstbesucher
Der Tagesausflug nach Luxor von Kairo aus, Stunde für Stunde
Abholung um 3:30 Uhr, ein einstündiger Flug, das Westufer vor dem Mittagessen und das Ostufer danach — hier der Ablauf des Tages, der Reihe nach.
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| Uhrzeit (ca.) | Was passiert |
|---|---|
| 3:30 Uhr | Hotelabholung in Kairo, Transfer zum Inlandsflughafen |
| Früher Morgen | Rund einstündiger Flug nach Luxor, dann Überfahrt zum Westufer |
| Vormittag | Tal der Könige, Memnonkolosse, Tempel der Hatschepsut |
| Mittag | Mittagessen, dann Übergang zum Ostufer |
| Nachmittag | Karnak und Luxor-Tempel |
| Abend | Rückflug, Landung zurück in Kairo |
Es beginnt, bevor Kairo aufwacht
Die Abholung erfolgt gegen 3:30 Uhr — das eine Detail, das alles andere an diesem Tag prägt, und es lohnt sich, Ihre Kairo-Abende danach zu planen, statt es als Nebensache zu behandeln. Es ist früh genug, dass der Großteil des Stadtverkehrs noch nicht eingesetzt hat, was den Transfer zum Inlandsflughafen kurz hält — der Preis dafür ist ein Weckruf mitten in der Nacht statt des zivilisierteren Frühstarts, den die meisten Tagesausflüge verlangen. Einen frühen Abend davor einzuplanen, statt den Vorabend wie jeden anderen Kairo-Abend zu behandeln, macht den Rest des langen Tages spürbar angenehmer statt bloß durchzuhalten.
Der Flug leistet die Schwerarbeit
Kairo nach Luxor auf dem Landweg sind fast 650 km, und lizenzierte Anbieter kalkulieren realistisch neun bis zehn Stunden Fahrzeit pro Strecke, sobald Kontrollpunkte und Pausen auf der Wüstenstraße mitgerechnet werden — allein das schon eine zweitägige Rundreise, noch bevor irgendeine Besichtigung stattfindet. Der Inlandsflug, mit EgyptAir oder einer anderen ägyptischen Fluggesellschaft, legt dieselbe Strecke in rund einer Stunde zurück, was der einzige Grund ist, warum dieses Programm als ein einziger Tag existiert und nicht als mehrtägige Reise mit Übernachtung. Die Landung in Luxor am späten Vormittag lässt immer noch einen wirklich vollen Besichtigungstag übrig, und genau darum lohnt sich der Flug statt des Busses.
Zuerst das Westufer: Gräber und Tempel der Toten
Der Vormittag gehört dem Westufer, wo die alten Ägypter ihre Toten bestatteten, statt dort im Alltag zu leben, zu arbeiten oder zu beten. Zuerst kommt das Tal der Könige — ein sonnenverbranntes Tal mit in den Fels gehauenen Gräbern, die seit Jahrtausenden versiegelt sind —, gefolgt von den Memnonkolossen auf dem Rückweg zur Straße und dem in die Felsen gebauten Tempel der Hatschepsut in Deir el-Bahari. Diese Tageshälfte spielt sich größtenteils im Freien und unter der Erde ab statt in großen Hallen, mit mehr Gehen auf unebenem Boden und mehr Sonneneinstrahlung als der darauffolgende Nachmittag.
Mittagessen, dann ein Registerwechsel
Eine Mittagspause teilt den Tag grob in zwei Hälften und markiert den Übergang vom Westufer zum Ostufer — von Gräbern für die Toten zu Tempeln, die noch stehen und für die Lebenden und ihre Götter gebaut wurden. Es ist auch eine praktische Pause: Flüssigkeit auffüllen, im Schatten sitzen und eine Verschnaufpause von der Mittagssonne nehmen, bevor die zweite Tageshälfte beginnt, die sich bis in den späten Nachmittag zieht und architektonisch, wenn überhaupt, die größere der beiden Hälften ist.
Ostufer: Karnak und Luxor-Tempel
Der Nachmittag beginnt mit Karnaks Großer Hypostylhalle — 134 Sandsteinsäulen, einige über 21 Meter hoch, im größten je in Ägypten errichteten Sakralkomplex —, gefolgt vom Luxor-Tempel näher an der modernen Stadt, womit die Besichtigungen des Tages vor dem Transfer zurück zum Flughafen enden. Der Rückflug landet am Abend in Kairo und beschließt einen Tag, der im selben Stadtbett begann und endete, dazwischen aber mehrere tausend Jahre einer ganz anderen Stadt durchquerte.